11.8.03

Der Tag fing schon um 7 Uhr an. Ich stand recht widerwillig auf, machte mich fertig und bequemte mich ins Wohnzimmer, wo meine Okâsan natürlich schon längst mit allem fertig war. Sie sagte, das Frühstück sei nicht sehr Japanisch. Es gab Stuten, der ein Muster von einer süßen Creme enthielt. Dazu ein Teller Gemüse.

Um halb 9 sind wir losgefahren, denn um 9 war Treffpunkt in Nippori. Zuerst ging es ins Kasai Rinkai Aquarium. Leider war es dort im Keller aber ziemlich dunkel und stickig und Fotos konnte ich auch nicht machen, das hat mich ja schon etwas genervt

Im Aquarium habe ich auch die vorerst schlechteste Erfahrung mit Japanischem Essen bzw. Trinken gemacht! Ich habe mir einen Getreidetee gekauft... und er schmeckte total eklig! Wirklich nicht zu empfehlen. Da waren dann doch die ganzen Getränkeautomaten, die hier an jeder Ecke zu finden sind, nützlich.

Weiter ging es nach Odaiba. Dort befindet sich ein riesiges Einkaufszentrum, das einen künstlichen Himmel hatte, der auch noch immer mal wieder die Farbe gewechselt hat. Am schönsten fand ich das Morgen(oder Abend??)rot, aber angeblich soll es auch Gewitter geben, was ich aber leider nicht gesehen habe Außerdem waren die Wände auch noch so gestaltet, als wäre man in einer alten römischen Stadt. Sehr schön, wenn auch nicht Japanisch Viel eingekauft wurde aber nicht, man muss ja nicht direkt alles am 1. Tag rauswerfen.

Auf unserem Plan stand, das wir als nächstes zum Rathaus fahren sollten. Bei Rathaus denke ich ja an nichts bestimmtes... vielleicht an ein ganz normales Haus oder so, aber bei diesem Rathaus gibt es eine Aussichtsform auf 200 Metern Höhe. Natürlich war das unser Ziel und wir konnten einen Blick auf Tokyo von oben werfen. War ein schöner Anblick, obwohl ich schon sagen muss, dass ich eigentlich mehr hohe Häuser von Tokyo erwartet hatte, das meiste sah doch ziemlich flach aus.

Was aber wohl alle in der Gruppe noch toller fanden war unser nächstes Ziel: Auf nach Harajuku! (Ein sehr bekanntes Viertel für junge Leute). Wir teilten uns in Gruppen auf, weil wir nicht alle zusammen in ein Geschäft rennen konnten. Dadurch wurden wir erstmal in einen Laden geführt, der viel Modeschmuck angeboten hat. Dort konnte man tolle Tüten für 400 Yen kaufen, in denen Schmuck aus der alten Kollektion war, der allein gekauft wohl so 1000-2000 Yen gekostet hätte.
Mein Lieblingsgeschäft war aber ein anderes: Der 100 Yen-Laden nebenan. Ich glaube es gibt nichts, was es da nicht gab Von Essen über Bücher, Anziehsachen, Taschen, Krimskrams. Ein Paradies in dem man dann letztendlich aber doch viel Geld lässt weil man so viele tolle billige Sachen kauft

Leider hatten wir für Harajuku nicht so viel Zeit, da am Abend die Willkommensfeier stattfinden sollte. Wir fuhren also in eine Kneipe, bei der man auch die Schuhe am Empfang ausziehen musste (ein komisches Gefühl) und wurden in einen separaten Raum gebracht, in dem 2 Tische standen. An dem einen nahmen unsere Übersetzer und so Platz, am anderen die Austauschschüler. Natürlich musste dann auch immer ein Japaner neben einem Gastschüler sitzen, sonst wäre das ja doof gewesen
Natürlich wurden erstmal ein paar Reden gehalten und wir haben was zu essen bekommen. Das Essen war fast komplett paniert und auf Spieße gesteckt, wodurch man nicht wusste, was man sich denn da nimmt. Aber ich hatte Glück und hab paniertes Schweinefleisch und panierte Kartoffel (fern verwandt mit der Krokette?) erwischt. Nach einer Weile wurde dann auch noch die Karaokemaschine angeschmissen und sogar unsere Betreuer fingen an zu singen.
Es war eigentlich ein ziemlich lustiger Abend, aber dann kam jemand in den Raum und sagte, auf mich wartet jemand. Es war meine Okâsan, die mich abholen wollte. Eigentlich war es schade, dass ich als Erste gehen musste, aber als wir zu Hause ankamen, bin ich auch fast direkt ins Bett gefallen.

11.8.03 21:06

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