14.8.03

Normalerweise stand ich ja immer um 7 auf, aber heute stand uns eine längere Reise bevor, wodurch ich früher aufstehen wollte. Ich bat also meine Okâsan um einen Wecker und bekam auch einen. Trotzdem sagte ich ihr, dass sie mich bitte um halb 7 wecken sollte, falls ich nicht durch den Wecker aufstehen würde.
Als ich dann aber aufwachte, war es wirklich schon 7 Uhr. Der Wecker hatte nicht geklingelt und meine Gasteltern waren auch nicht auf die Idee gekommen, mich zu wecken. Daher musste ich mich noch am frühen Morgen total abhetzen...

Unsere Reise sollte nach Nikko gehen. Ich wusste gar nicht, was Nikko ist, also war ich nicht sonderlich aufgeregt Im Bus bekamen wir dann aber Unterlagen und ich sah, dass es sich um eine alte Tempelstadt handelt! Juhu, ich liebe Tempel!!! Leider fing es aber schon auf der Hinfahrt an zu regnen. Martin musste heute seine Gastfamilie wechseln und hatte daher seinen Koffer noch dabei. Und da nicht alles reinpasste, hatte er sich entschieden, seinen Anzug für die Abschlussfeier heute zu tragen. Tja, das würde er noch bereuhen

Auch als wir in Nikko ankamen, hatte sich das Wetter nicht gebessert. Es schüttete immer noch aus Eimern und Martin hatte noch extra seinen Schirm im Bus liegen lassen, um mit mir unter meinen kommen zu können. Meine Laune war da nicht sehr gut. Als ich dann auch noch feststellen musste, dass mein Rucksack total nass wurde und mein Wörterbuch, mein Museenausweis und mehr total durchweicht wurden, besserte sie sich erst recht nicht. 

In Nikko gibt es verschiedene Tempel zu besichtigen und in einen sind wir auch reingegangen. Natürlich musste man dort auch wieder die Schuhe ausziehen, und zwar dieses mal im Regen. So wurden also die Socken auch noch schön nass.
Es ist wirklich sehr traurig, dass es so schlechtes Wetter war. Trotzdem waren aber sehr viele Besucher dort.

Als wir uns schließlich wieder mit der ganzen Gruppe versammelten (Wir hatten uns aufgeteilt und jeder konnte sich das ansehen, was er wollte) hoffte ich schon, dass es wieder nach Hause ging. Aber nein, wir sollten uns noch einen Wasserfall ansehen. Dafür mussen wir eine Viertelstunde durch den Matsch laufen und ich hatte auch noch eine helle Hose an (obwohl es Martin mit seinem Anzug härter getroffen hat, das geschah ihm ganz recht (wegen der Sache mit dem Schirm))
Bei der Stelle angekommen habe ich nichts gesehen und fand es total blöd, dass wir nun extra dafür hergelaufen sind, um noch nicht einmal was zu sehen. Erst später auf Fotos habe ich gesehen, was mir da wirklich entgangen ist

Die Rückfahrt verlief dann etwas problematisch, denn wir standen lange Zeit im Stau. Unsere Japanerinnen wollten eigentlich noch mit uns Karaoke singen gehen, aber dann gab es irgendein Problem mit den Gastfamilien. Ich glaube am Anfang hätten wird gedurft, aber dann wurde es von der Zeit her zu spät oder so... 

Für mich war dies vorerst der letzte Tag mit der Gruppe, denn morgen würde ich mit meiner Gastfamilie in einen Kurzurlaub fahren! Martin fand das aber total blöd und rief meine Okâsan an und fragte sie, ob ich nicht das Wochenende über bei einer anderen Familie bleiben könne. Zum Glück sagte sie nein! Ich glaube andernfalls wäre dies sehr unhöflich gewesen!

14.8.03 10:44

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